Universität Bonn

Abteilung für Japanologie und Koreanistik

Gastvortrag bei der Deutsch-Japanische Gesellschaft Bonn
Wir waren von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Bonn eingeladen, um unser Projekt „Hiroshima-Nagasaki-Projekt der Universität Bonn 2025“ vorzustellen: https://www.djg-bonn.de/aktivitaeten/vortraege/artikelansicht/das-hiroshima-nagasaki-projekt-der-universitaet-bonn-2025-stellt-sich-vor Die Alumni des Projektjahrgangs 2025, Herr Albert und Herr Kather, haben uns vertreten und dem Publikum einen Einblick in die Prozesse der Übersetzung sowie der Postererstellung für die Ausstellung gegeben. Dies stieß auf großes Interesse, sodass wir für den nächsten Projektzyklus erneut eine gemeinsame Veranstaltung planen möchten.
Almuni berichtet: Herr Grimm berichtet über Hiroshima
Hiroshima war schon immer eine besondere Stadt für mich.  Inzwischen war ich vier Mal dort und jedes Mal, wenn ich die Stadt besuche, denke ich mir: „Hier könnte ich mir gut vorstellen, eines Tages zu leben.“  Es ist die Nähe zum Wasser, die ich sehr an der Stadt schätze. Die vielen Brücken. Die süßen Straßenbahnen, die man sonst eher selten in japanischen Großstädten sieht. Die Stadt lässt sich gut zu Fuß erkunden und trotz der dichten Besiedlung, findet man immer wieder grüne Oasen, die zum Abschalten einladen.   Die Hiroshima Tōyō Carps sind nicht unbedingt für ihre siegesreichen Ergebnisse bekannt, aber sie waren das erste Team, dass in mir ein bisschen Begeisterung für Baseball entfachen konnte. Noch heute habe ich die Live Notifications zu den Carps aktiviert, auch wenn die Ergebnisse meistens eher trauriges Kopfschütteln inspirieren.  Im März 2026 geht es für mich wieder nach Hiroshima und jedes Mal, wenn ich die Stadt besuche, muss ich natürlich auch an unser Hiroshima-Nagasaki-Projekt denken. Wir leben in unsicheren Zeiten und nach Jahrzehnten der Abrüstung, wird nun darüber diskutiert, ob wir in Europa unsere eigenen Atomwaffen zur atomaren Abschreckung benötigen. Ich verstehe die Ängste, welche diese Diskussion hervorrufen, doch ich möchte mich auch in Zukunft weiterhin im Sinne des Hiroshima-Nagasaki-Projekts engagieren. Die Welt braucht nicht mehr Atomwaffen, sondern weniger.  Ich möchte alle Studierenden, die sich in Zukunft am Projekt beteiligen, ermutigen, es nicht nur als einen Teil des Lehrplans zu sehen. Das Projekt ist ein kleiner Baustein einer großen Bewegung, die das Potenzial hat, die Welt zum positiven zu wandeln.  Kay Alexejewitsch Grimm, Jahrgang 2021.
Hiroshima-Tag in Bonn-Beuel 2025
Am 6. August 2025 nahmen wir am Hiroshima-Gedenktag teil, der von der Friedensinitiative Bonn-Beuel am Beueler Rhein-Ufer veranstaltet wurde.
Hiroshima-Nagasaki-Projekt in Kontext
Anlässlich des heutigen Gedenktages hat Herr Prof. Zöllner (Universität Bonn, Japanologie) in seinem Blog die Wichtigkeit unserer Arbeit betont. Er hat unsere Arbeit in einen historischen Kontext eingeordnet und in die Erinnerungskultur eingebettet.
Almuni berichtet: Frau Sochacki aus Hiroshima
Ich war vergangenes Wochenende in Hiroshima.  Diesmal konnte ich endlich auch einmal den 原爆ドーム (The Atomic Bomb Dome) ansehen - das letzte Mal, als ich dort war, war er aufgrund von Restaurierungsarbeiten verhüllt. Im Museum und Friedenspark waren viele Menschen, aber trotzdem habe ich mir Zeit lassen können, alles auf mich wirken zu lassen. Im Museum waren auch in einer Vitrine Repliken der Medaille und der Urkunde für Hidankyo, welche vergangenes Jahr den Friedensnobelpreis gewonnen haben.  Natürlich war ich auch im 追悼平和祈念館(Hiroshima National Peace Memorial Hall for the Atomic Bomb Victims) und ich war begeistert, "unsere" untertitelten Videos an den PCs dort zu entdecken! Das hat mich tatsächlich ein bisschen stolz gemacht. Ich hoffe, dass möglichst viele Menschen die Videos anschauen, egal in welcher Sprache.  Sylvia Sochacki (Jahrgang 2016, 2018 und 2021)
Rückmeldungen unserer Projektabsolvent*innen
Wir gratulieren und freuen uns mit Hidankyo* über den Friedensnobelpreis 2024. Wir veröffentlichen hier die ersten Rückmeldungen unserer Projektabsolvent*innen.  https://www.nobelprize.org/prizes/peace/2024/nihon-hidankyo/facts/ *日本原水爆被害者団体協議会, Nihon gensuibaku higaisha dantai kyōgi-kai, The Japan Confederation of A- and H-Bomb Sufferers Organizations
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