Universität Bonn

Abteilung für Asiatische und Islamische Kunstgeschichte

Nachrichten und Veranstaltungen

Vortrag von Prof. Dr. Claudia Wenzel
08.11.2021 von 18:15 bis 19:45

Based on the analogy of “snapshots” used in philological studies to explain how the history and development of Buddhist scriptures can be traced across several languages and contexts, Claudia Wenzel first discusses some well-known specimen of Diamond Sutra texts in Chinese Buddhist art, written on paper as well as carved in stone. Over the last years, the discovery of and research on Buddhist stone carved sutra texts gave rise to new considerations about text and image in Chinese Buddhism, as patrons and donors seem to have intentionally chosen one over the other in many cases. The philological “snapshot” analogy that applies to all Buddhist texts independent of their material form can also be useful in art historical studies when iconographic image traditions are revealed.

Vortrag von Prof. Dr. Ulrike Niklas
22.11.2021 von 18:15 bis 19:45

In diesem Vortrag sollen die der AIK vor kurzem zur Verfügung gestellten Tonstatuen aus Südindien vorgestellt und erklärt werden. Die Statuen wurden angefertigt von Mu. Saravanan, der seine Gattin Prof. Ulrike Niklas nach Deutschland begleitet hatte und hier sodann das traditionelle Kunsthandwerk seiner Kaste weiter ausübte – jedoch mit einem neuen Fokus. Zunächst erfolgt eine kurze Einführung in den religiösen und kulturellen Kontext der Statuen und ihrer traditionellen Schöpfer, der Töpfer von Madurai und Umgebung. Sodann wird jede Statue einzeln betrachtet und mit Bezug auf ihre Bedeutung, ihre Verwendung im Ritual und ihre Ikonographie analysiert. Im Laufe des Vortrages werden auch Themen wie Individualismus in ritueller Kunst, Zweckentfremdung ritueller Artefakte sowie Auswirkung der Modernisierung auf traditionelles Kunsthandwerk angesprochen.

Vortrag von Prof. Dr. Martin Roth
17.01.2022 von 09:15 bis 10:45

Over the last decades, videogames have developed into a transregionally successful entertainment medium and increasingly recognized space of cultural and artistic expression. But in what ways are they also spaces of political imagination and play? In this presentation, I will revisit the development of gaming culture in Japan, starting with early arcade machine, and gradually diversifying into so-called AAA titles, indie games, social games, and games as services, which finally have radically changed the concept of a game work. Considering a range of examples, I suggest that the location of play has shifted from games, to other digital spaces.

Vortrag von Laura Drinck, M.A.
01.12.2021 von 14:15 bis 15:15

Was wird durch chinoise Maskeraden direkt und indirekt ausgedrückt und kommuniziert? Und was spiegeln sie über die Beziehung Europas und Asiens während des 18. Jahrhunderts wider? Fest steht, dass chinoise Maskeraden nur eine Facette der komplexen und vielschichtigen Beziehung zwischen Ost und West darstellen. In ihnen drückt sich in künstlerischer Form ein bestimmter Aspekt der europäischen Asienrezeption und des asiatischen Einflusses auf die europäische Kultur aus. Ein Vergleich mit anderen künstlerischen Ausdrucksformen der europäischen Faszination für Asien verhilft zu einem größeren Verständnis dafür, in welchem Umfang, Rahmen und insbesondere auf welcher Ebene ein Austausch zwischen Asien und Europa stattfand. Dabei werden Erscheinungsform und Funktion von chinoisen Maskeraden mit dem Aspekt der Transkulturalität in Verbindung gebracht und anhand von Bildmaterial veranschaulicht und diskutiert.

Vortragankündigung
01.12.2021 von 15:00 bis 16:00

Prof. Dr. Julia Hegewald, Dr. Petra Linscheid und Prof. Dr. Nikolai Grube Materielle Kultur macht das Thema Abhängigkeit auf unterschiedlichen Ebenen „greifbar“. Einerseits können Objekte selbst Instrumente sein, um Abhängigkeitsverhältnisse zu etablieren und zu verstärken. Bilder und Kunstwerke können Zeugnis von sozialen Praktiken ablegen, die mit extremer Ungleichheit verbunden sind. Aber es ist auch die Art und Weise, wie Ressourcen genutzt sowie Güter produziert und konsumiert werden, die tief in soziale Asymmetrien eingebettet ist. Daher können die Beziehungen zwischen Menschen und ihrer materiellen Welt einen analytischen Rahmen für die Untersuchung von Abhängigkeiten bilden. Schon allein, welche Kleidung eine Person trägt und welche Nahrungsmittel sie isst, zeigt ihre soziale Stellung in einem System asymmetrischer Abhängigkeiten an.

Lecture Demonstration by Junko Matsubara
26.01.2022 von 14:15 bis 15:45

Junko Matsubara is a dancer and dance teacher born in Tokyo and living in Germany for the last decade. Junko dances in a variety of dance styles, but today she is going to demonstrate the basics of Butoh. Butoh is a contemporary Japanese dance form which evolved during the 1960s and 70s. This art form was initiated by Tatsumi Hijikata (1928–86) and it gained international recognition from the 1980s onwards. Butoh dance is highly experimental and often challenges social norms.

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