Universität Bonn

Abteilung für Japanologie und Koreanistik

B.A. Asienwissenschaften (Kernfach): Profil Japanologie

Die Studierenden erwerben ein sprach- und kulturwissenschaftliches Grundlagen- und Methodenwissen und erarbeiten sich die Kompetenz, dieses Wissen berufsfeldspezifisch anzuwenden.

Es gelten folgende Ausbildungsziele:

  • Grundkenntnisse der Geschichte Japans
  • Grundkenntnisse der Kulturgeschichte Japans
  • Grundkenntnisse der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung und Strukturen Japans
  • Befähigung zum selbständigen Erschließen von Fachliteratur in der japanischen Sprache
  • Grundkenntnisse japanologischer Methoden (z.B. philologische, historische, medien-, literatur- und sozialwissenschaftliche Methoden), Fragestellungen und Hilfsmittel

Studierende erhalten die Möglichkeit, ihren Studienschwerpunkt auf die Bereiche Japanologie und/oder Japanische Sprache zu legen.

Das Profil spiegelt den Ansatz der Bonner Japanologie wider, kulturelle und politische Merkmale der untersuchten Gesellschaften als Ergebnis ihrer historischen Entwicklung zu betrachten und zu erklären. Dieser Ansatz gibt den Studierenden Wissen und Kompetenzen an die Hand, mit welchen sie nicht nur den aktuellen Zustand Japans, sondern auch künftige Entwicklungen angemessen interpretieren können. Zugleich eröffnet er ihnen methodische Möglichkeiten, die Entwicklungen des Landes mit denen anderer Länder zu vergleichen. Zu diesem Ansatz gehören zwingend auch sprachliche Fertigkeiten, die über die Bewältigung von Alltagssituationen in Japan hinaus Zugang zum geistigen Leben des Landes ermöglichen.

Der B.A. Asienwissenschaften (Kernfach): Profil Japanologie muss mit dem B.A. Japanisch (Begleitfach) aus dem Angebot des IOA kombiniert werden.

Die Module bestehen in der Regel aus unterschiedlichen Lehrveranstaltungsformen, wobei in den ersten drei Semestern, in denen der Erwerb von Grundlagenwissen im Vordergrund steht, Vorlesungen und Übungen (Proseminare) den Mittelpunkt bilden. Im zweiten dreisemestrigen Studienabschnitt folgen überwiegend Übungen, die fachspezifische Methoden und Arbeitsweisen zum Inhalt haben und auf die selbständige Befassung mit wissenschaftlichen Fragestellungen hinführen. In dieser Phase wird an die sprachliche Grundlegung im Begleitfach Japanisch anknüpfend in den Vertiefungsmodulen die Kompetenz für den Umgang mit komplexen wissenschaftlichen Texten erworben. Das Projektmodul im 5. Semester, das ein Kolloquium einschließt, erlaubt schließlich in direkter Vorbereitung der Bachelor-Arbeit die praktische und diskursive Beschäftigung mit selbstgewählten Forschungsfragen.

Alle Pflichtmodule des Profils Japanologie werden mit 12 LP kreditiert. Der Wahlpflichtbereich Japanologie sieht insgesamt 24 LP vor, die durch das Studium von 2-3 Modulen aus ausgewählten Nachbarprofilen erworben werden. Somit entfallen auf Pflichtmodule 96 LP, auf Wahlpflichtmodule 24 LP. Weitere 12 LP können im Fachbereich durch die Bachelor-Arbeit erworben werden, die für das sechste Semester vorgesehen ist.

Daraus ergibt sich folgende Studienstruktur:
1. bis 3. Semester (Orientierungsmodule):
Pflichtmodule:
 „Geschichte Japans“
„Kultur Japans“
„Modernes Japan“
1-2 Wahlpflichtmodule

4. und 5. Semester (Vertiefungs- und Perspektivenmodule):
Pflichtmodule:
„Vertiefungsmodul Japanisch I“
„Schwerpunktmodul I: Einführung in die Japanologie“
„Vertiefungsmodul Japanisch II“
„Schwerpunktmodul II: Japanologisches und koreanistisches Projektmodul“
1 Wahlpflichtmodul

6. Semester (Abschlussmodule):
Pflichtmodule:
 „Vertiefungsmodul Japanisch III“

Die Lehre ist in den Veranstaltungstypen Seminar, sprachpraktische Übung und Kolloquium auf folgende übergeordnete didaktische Ziele hin orientiert:

  • Erschließung wissenschaftlicher Erkenntnisse durch individuelle Wissensaneignung
  • Erarbeitung von Fragestellungen und Diskussion wissenschaftlicher Erkenntnisse in Gruppen
  • Entwicklung von individuellen Lernstrategien
  • zielgerichtete Reflexion und Steuerung des Lernprozesses entsprechend den persönlichen und beruflichen Zielvorstellungen
  • reflektierte Anwendung des angeeigneten Wissens und zugehöriger Fertigkeiten zum selbstgesteuerten Lernen.

In Vorlesungen wird Gruppenarbeit i.d.R. nicht durchgeführt.

Die Prüfungsformen Klausur und mündliche Prüfung dienen der Überprüfung, ob die Studierenden den jeweils geforderten Kenntnisstand erreicht haben und das angeeignete Wissen angemessen transferieren und diskursiv darstellen können. Die Hausarbeit stellt eine erste Einübung wissenschaftlichen Schreibens in bewerteter Weise als Vorbereitung auf die Bachelorarbeit dar. Referate und andere Studienleistungen als Zulassung zur Prüfung entsprechen ebenfalls diesem didaktischen Konzept.

Als Berufsfelder für Absolventen der Japanologie eignen sich all jene Bereiche, die ein vertieftes Verständnis der japanischen Kultur und einen kompetenten Kommunikationsaustausch erfordern. Somit können beispielsweise beratende oder administrative Aufgaben in Politik, Wirtschaft, internationalen sowie Nichtregierungsorganisationen, im Bereich interkultureller oder internationaler Beziehungen, in der Kultur, in der Kommunikation oder auch in der Bildung ausgeübt werden.

Bewerbungen zum Studiengang sind zum Wintersemester möglich. Ob ein Studiengang aktuell zulassungsbeschränkt ist, entnehmen Sie bitte den Seiten der Universität. Hier finden Sie auch weitere Informationen, z.B. zu den Bewerbungsfristen und zur Einschreibung.3

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Fachstudienberatung

Prof. Dr. Harald Meyer

Abteilung für Japanologie und Koreanistik

Brühler Str. 7

53119 Bonn

+49 (0)228 73-7599

Prof. Dr. Reinhard Zöllner

Abteilung für Japanologie und Koreanistik

Nassestr. 2

53113 Bonn

+49 (0)228 73-4848

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