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Auslaufender Studiengang M.A. Asienwissenschaften: Schwerpunkt Wirtschaft und Gesellschaft

In diesen Studiengang kann man sich nicht mehr einschreiben.

Dynamische und weltweit vernetzte Wirtschaften vereint mit einer langen Tradition komplexer Staatlichkeit und kultureller Vielfalt sind zentrale Aspekte eines rasanten gesellschaftlichen Wandels in Asien. Dieser Wandel hat globales Ausmaß: Im südlichen und östlichen Asien lebt die Hälfte der Menschheit. China und Indien sind die bevölkerungsreichsten Länder der Welt. Indonesien beherbergt die global größte islamische Bevölkerung. Der Vordere Orient erlebt fundamentale gesellschaftliche Umbrüche. Japan hat sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts in einem rasanten Tempo zu einer modernen Nation und einer führenden Wirtschaftsmacht der Welt entwickelt. Gleichzeitig koexistiert ein breites Spektrum verschiedenster Lebenslagen. Viele Länder der Region sind durch starke Segregation, soziale Ungleichheit und religiöse Konflikte geprägt. Migration, Umweltprobleme und Konflikte um Ressourcen spielen eine erhebliche Rolle. Diese Prozesse wirken über Landesgrenzen hinweg und führen zu transnationaler Zusammenarbeit und regionaler Kooperation. Nicht nur die bevölkerungsreichen Länder sind weltweit politisch und wirtschaftlich präsent und vernetzt; auch kleinere Staaten wie Laos oder die Mongolei agieren zunehmend international.

Studiengangsbeschreibung 

Der M.A.-Studiengang Asienwissenschaften, Schwerpunkt „Wirtschaft und Gesellschaft in Asien“, nimmt die Wechselwirkungen von Gesellschaft und Wirtschaft in den Räumen Asiens in den Fokus und zielt damit auf den Kern der komplexen Wandlungsdynamiken in dieser Region. Politische, historische und kulturelle Aspekte dieses Wandels werden ebenfalls beleuchtet. Vor dem Hintergrund historischer Kontinuitäten und Umbrüche setzen Sie sich so mit aktuellen Entwicklungen in Asien auseinander.

Studienverlauf

Der M.A.-Schwerpunkt „Wirtschaft und Gesellschaft in Asien“ bietet Ihnen sowohl einen breiten sozialwissenschaftlichen Überblick als auch fundierte Einblicke in Regionen Asiens durch:

  1. Einführung in theoretische Grundlagen etwa von Industrialisierung, Modernisierung, Unternehmensanalyse, sozialer Schichtung und gesellschaftlichem Wandel
  2. Bearbeitung aktueller Themen in Seminaren zu den jeweiligen Oberthemen (s.o.) wie z.B.: Werbung und Konsum, politische Ökologie, Stadtentwicklung, asiatische Zukunftsentwürfe
  3. Ausbildung in einer Sprache Ihrer Wahl (Arabisch, Chinesisch, Indonesisch, Japanisch, Koreanisch, Mongolisch, Tibetisch, Vietnamesisch) und damit Spezialisierung auf eine Region Asiens

Bewerbung und Zulassung

Die Bewerbung erfolgt in zwei Bewerbungsphasen über das Bewerbungsportal der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn: https://masterapplication.uni-bonn.de

 Zulassungsvoraussetzungen

  • Sprachkenntnisse einer orientalischen oder asiatischen Sprache, die mindestens der Absolvierung von 60 LP im B.A.-Studiengang Asienwissenschaften der Universität Bonn oder dem Niveau CEFR B1 entsprechen
  • Nachweisbare, im Rahmen des B.A.-Studiengangs erworbene sozialwissenschaftliche Grundkenntnisse, vorzugsweise aus der Volkswirtschaftslehre, der Betriebswirtschaftslehre oder der Soziologie (nähere Hinweise auf der Homepage)
  • Landeskundliche Kenntnisse gemäß sprachlicher Spezialisierung, bspw. auf dem Niveau des Lehrangebots im B.A.-Studiengang Asienwissenschaften der Universität Bonn
  • Für internationale Studierende sind zusätzlich Deutschkenntnisse auf Oberstufenniveau (CEFR C1) Voraussetzung.

Starke Empfehlung: Kenntnisse des Englischen, die zur Lektüre englischsprachiger Fachliteratur befähigen (mindestens CEFR B1).

Berufsperspektiven

Der M.A.-Schwerpunkt vermittelt Ihnen Schlüsselkompetenzen wie Sprach- und Regionalkenntnisse sowie praktische Fertigkeiten zur eigenständigen Bearbeitung regionalspezifischer Themen. Die Länder und Teilräume Asiens, die behandelt werden, bieten ein breites Spektrum politischer Systeme, gesellschaftlicher Strukturen und religiöser bzw. ethischer Orientierungen. Neben wissenschaftlichen Tätigkeiten ist das Erlernte von hohem Nutzen für Berufsfelder wie:

  • Internationale Bildungs- und Entwicklungszusammenarbeit
  • Politik- und Unternehmensberatung
  • Interkulturelles Management
  • Medienarbeit
  • Wissenschaftsmanagement.

Weiterfuhrendes Studium

Das Institut für Orient- und Asienwissenschaften unterhält mit der Bonn International Graduate School – Oriental and Asian Studies (BIGS-OAS) ein strukturiertes Promotionsprogramm. Weitere Informationen unter: www.ioa.uni-bonn.de/bigs-oas

Kontakte und Ansprechpartner

Fachstudienberater
PD Dr. Günther Distelrath
Brühler Str. 7, 53119 Bonn
Tel.: +49 228 / 73-9697
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