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M.A. Asienwissenschaften: Schwerpunkt Arabistik und Translation

Die Arabistik in Bonn versteht sich grundsätzlich als eine textwissenschaftliche  Disziplin, die eng mit der Islamwissenschaft verbunden ist. Diese mit komplementären Angeboten ergänzend liegt ihr Fokus auf der Beschäftigung mit Sprache, Literatur (Prosa und Poesie, in klassischer und moderner Zeit) und Medien. Die Bonner Arabistik wird mit einer Translationsausbildung kombiniert, die – einschlägig theoretisch (d.h. sprach- und übersetzungswissenschaftlich) fundiert – die Studierenden für die praktische Sprachmittlung im Übersetzerbereich qualifizieren soll. Translationsorientierte Lehrangebote mit Bezug auf das Sprachenpaar Arabisch/Deutsch sind in Deutschland neben Leipzig nur noch in Bonn existent.

 
Profilbestimmende Studieninhalte sind:
  • Angewandte Sprachwissenschaft

  • Theorie und Praxis des Übersetzens (Mediensprache, Fachsprache)

  • Moderne und klassische arabische Literatur

  • Diskursanalyse (arabische und transkulturelle Themen)

 
Darstellung und Begründung des forschungs- und anwendungsorientierten Profils
Die Angebote des Masterschwerpunktes zielen auf ein vertieftes Verständnis der Zusammenhänge zwischen Sprache, Kommunikation und Gesellschaft, wie sie sich insbesondere in modernen Medien und in Werken des Kanons der arabischen Literatur manifestieren. In diese Beschäftigung mit medialen und literarischen Repräsentationen der arabischen Gesellschaft eingebettet ist die  anwendungsorientierte Ausbildung zu professionellen Sprachmittlungstätigkeiten, die an die Bonner Traditionen in der Übersetzerausbildung anknüpft und sich auf langjährige Lehrerfahrungen in diesem Bereich stützen kann. Der M.A.-Schwerpunkt kombiniert wissenschaftliche Text-Kontextanalysen mit einem zugleich theoretisch fundierten und praxisnahen Unterricht im Übersetzen aus der Fremdsprache und in sie. Im Mittelpunkt stehen dabei Analyse und Übersetzung von aktuellen Medientexten (schriftlichen und audio-visuellen) sowie fachsprachlichen Dokumentationen (z.B. aus dem juristischen Bereich). Das Studium dieses Masterschwerpunktes ermöglicht sowohl fortführende Promotionsstudien bzw. Forschungsarbeiten auf den Gebieten Arabistik bzw. Übersetzungswissenschaft als auch Kultur- und Sprachmittlungstätigkeiten in außerakademischen Feldern.
 
Lernziele und Curriculare Bereiche (Konzept der Studiengangsstruktur)
Im M.A.-Studienschwerpunkt Arabistik und Translation vertiefen die Studierenden ihre Fähigkeiten, Texte zu analysieren und erweitern ihre Kenntnisse der arabischen Sprache (in ihren verschiedenen Varietäten) und der arabischen Kultur. Sie erweitern ihr Sachwissen über die arabisch-islamische Gesellschaft, gewinnen Methodensicherheit und erwerben Routine in der  Fachrecherche. Zugleich eignen sie sich –  verschiedenen Übersetzungsaufträgen aus der Praxis angemessene – Strategien und Techniken des Übersetzens aus der Fremdsprache und in diese an. Der Erwerb dieser Sprach- und Translationskompetenzen fußt in der angewandten Sprach-und Übersetzungswissenschaft. Die Studierenden werden für die arabistisch-islamwissenschaftliche Forschung ebenso qualifiziert wie für die fachwissenschaftlich adäquate Lösung von Problemen der interkulturellen Praxis. Nach einem arabistisch-islamwissenschaftlichen Forschungspropädeutikum in Kombination mit angewandter Sprach- und Übersetzungswissenschaft müssen insgesamt fünf weitere schwerpunktspezifische Pflichtmodule (d.h.: Mediensprache/Übersetzung I,  klassisch-arabische Literatur; Fach- und Sondersprachen/Übersetzung I, Diskursanalyse und das Masterkolloquium) absolviert werden. Durch die Wahl von drei zusätzlichen Modulen aus einem – unter Einschluss von Angeboten  aus anderen fachrelevanten M.A.-Schwerpunkten des IOA – relativ breit aufgestellten Wahlpflichtbereich können sich die Studierenden entweder auf den anwendungsorientierten Bereich der Translation oder auf Forschungsperspektiven  in den Bereichen der Arabistik, Islam-, Religions- und/oder Kulturwissenschaften spezialisieren.
 
Gewichtung der Curricularen Bereiche (Modulgrößen)
Im Pflichtbereich des Schwerpunktes Arabistik und Translation werden in den 6 Pflichtmodulen zu je 10 LP insgesamt 60 LP erworben. Der Wahlpflichtbereich dieses Schwerpunktes sieht insgesamt 30 LP vor, die durch das Studium von 3 Modulen der eigenen Wahl ebenfalls zu je 10 LP erworben werden. Weitere 30 LP werden im Fachbereich durch die Masterarbeit erworben, die für das vierte Semester vorgesehen ist. 
Die 6 Pflichtmodule des Schwerpunktes fokussieren auf forschungspropädeutische Themen der Arabistik/Islamwissenschaft sowie der angewandten Sprach- und Übersetzungswissenschaft, auf klassisch-arabische Sprache und Literatur sowie – die Analyse und Übersetzung von Medientexten und fachsprachlichen Dokumentationen  (z.B. aus dem juristischen Bereich). Weiter hinzukommen ein Modul zu Theorie und Praxis der Diskursanalyse und ein Kolloquium, welches Anleitung zur Erstellung der Masterarbeit bietet. 
Das Spektrum von Wahlpflichtmodulen erlaubt den Studierenden die individuelle Entscheidung über eine passende Spezialisierung über das Pflichtprogramm hinaus, sei es in Richtung  anwendungsorientierter Translation, einer  islamsprachlichen Zusatzqualifikation Türkisch oder Persisch) oder auch einer Forschungstätigkeit in den Bereichen Arabistik/Islam-, Religions- und Kulturwissenschaft.
 
Daraus ergibt sich folgende Studienstruktur:
1. Semester
Pflicht:
Modul „Forschungspropädeutikum (Arabistik und Translation)“
Modul „Mediensprache Arabisch/Übersetzung I“ 
Wahlpflicht:
Modul „Moderne arabische Literatur (mit Übersetzung)“ 
Modul „Geschichte der islamischen Welt (vormodern)“
Modul „Literatur- und Ideengeschichte der islamischen Welt (vormodern)“
Basismodul I Türkisch oder Persisch
 
2. Semester
Pflicht:
Modul „Klassisch-arabische Sprache und Literatur“ 
Modul „Fach- und Sondersprachen/Übersetzung I“
Wahlpflicht:
Modul „Mediensprache/Übersetzung Arabisch II“
Modul „Geschichte der islamischen Welt (modern)“
Modul „Literatur- und Ideengeschichte der islamischen Welt (modern)“
Basismodul II Türkisch oder Persisch
 
3. Semester 
Pflicht:
Modul „Diskursanalyse/Übersetzung“
Modul „Kolloquium“ (Teil 1)
Wahlpflicht
Modul: „Fach- und Sondersprachen/Übersetzung II“
Basismodul III Türkisch oder Persisch (bei Beginn Spracherwerb im Master)
 
4. Semester 
Pflicht:
Modul „Kolloquium“ (Teil 2)
MA-Arbeit
 
Didaktisches Konzept (Veranstaltungsformate und Lehrmethoden)
Für den Schwerpunkt sind als Veranstaltungstypen (Lehrformen) Übungen, mehrheitlich Seminare und ein Kolloquium vorgesehen, in dessen Rahmen der Besuch von Gastreferaten, Podiumsdiskussionen und Konferenzen vorgesehen ist. Zudem werden – nach Maßgabe der Möglichkeiten – E-learning-Einheiten bzw. modelergänzende workshops zu Sonderfragen angeboten. Im Master dominieren dialogische Methoden der Wissens- und Kompetenzvermittlung. Alle fachspezifischen Inhalte werden diskursiv erworben. Dabei werden die Lernenden mittels Impulsgebung durch die Seminarleiter, durch Beratung, Diskussion und in Gruppenarbeit zur aktiven Mitwirkung an den Lehrveranstaltungen angehalten. Studentische Beiträge können z.B. in Form von individuellen oder kollektiven Präsentationen, Literaturberichten oder Moderationen erbracht werden. Mit dem Lehrmethodenpluralismus einher geht der „Lehrmaterialpluralismus“, d.h. der Einsatz von Lehr-, Anschauungs- und Quellenmaterial unterschiedlichster Provenienz, so neben Textdokumenten (Handschriften, Druckschriften, Digitalisaten etc.)  visuellen Dokumentationen, Filmen u.a. audio-visuellem Material, Webseiten etc. oder Gastreferate.
 
Überprüfung des Kompetenzerwerbs (Modulabschlussprüfungen)
Modulprüfungen erfolgen in Form von (2-stündigen) Klausuren, Hausarbeiten, Protokollen oder mündlichen Präsentationen (Referaten). Der Überprüfung des Kompetenzerwerbs dienen des Weiteren (individuell oder als Gruppenprojekte verfasste) mündliche Präsentationen (Referate) oder Literaturberichte, die als Studienleistungen zu erbringen sind.  In den Modulbeschreibungen sind die entsprechenden Modulprüfungen und Studienleistungen schriftlicher und mündlicher Art  angegeben.
 
Angaben zu Berufsfeldern der Absolventen
Absolventen stehen zahlreiche Berufsfelder offen: Auswärtiger Dienst, Tätigkeiten in Konsulaten/Botschaften arabischer Staaten in Deutschland, Integrationsmanagement, Nahost-Referate, Expertenaustauschdienste, Bereich der Terrorismusbekämpfung und -prävention, interkulturelle Beratung von Unternehmen oder staatlichen Behörden, Tätigkeiten in internationalen Organisationen, NGOs, Stiftungen, Medien, Museen, in der Fremdsprachenlehre, Sprachmittlerdienste (im Angestellten- oder Freiberuflerverhältnis), Forschung und akademische Lehre 
 
 
Bewerbungen zum Studiengang sind zum Wintersemester möglich. Nähere Informationen, z.B. dazu, ob er derzeit zulassungsbeschränkt ist, entnehmen Sie bitte der folgenden Seite. Gerne beraten wir Sie auch persönlich in unserer Fachstudienberatung
 
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Dagmar Glaß
Universität Bonn
Institut für Orient- und Asienwissenschaften
Abteilung für Islamwissenschaft und Nahostsprachen
Nassestr. 2, 2. OG
53113 Bonn
Tel.: +49 228 8434
 

 

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