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Adresse

Universität Bonn

IOA , Abt. für Südostasienwissenschaft

Nassestraße 2

D-53113 Bonn

Sekretariat: Manuela Klein

Tel.: 0228-73 8439

Fax: 0228-73 9744

eMail: [Email protection active, please enable JavaScript.]

 

Mailingliste für aktuelle Informationen

 

KNOTS (Erasmus+ Projekt)

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Die Südostasien-Abteilung ist Mitglied im Projekt KNOTS (Fostering multi-lateral knowledge networks of transdisciplinary studies to tackle global challenges), in dem die Universitäten Wien, Prag und Bonn mit 4 Universitäten in Thailand und Vietnam zusammenarbeiten, um Erfahrungen in transdisziplinärer Lehre und Forschung auf den Themengebieten Migration, Ressourcen und Klimawandel, sowie soziales Ungleichgewicht zu sammeln.

Weitere Informationen : http://knots.univie.ac.at/

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Aktuelles


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Das Heft 2/2017 der südostasien zum Thema Gewaltfreier Widerstand ist unter Mitarbeit der Redaktionsgruppe der Abteilung für Südostasienwissenschaft entstanden.

 

Öffnungszeiten der Bibliothek im Sommersemester (vorlesungsfreier Zeit)

 

Donnerstag 14:00 - 18:00

Freitag 12:00- 17:00 

Sprechstunden
Prof. Dr. Christoph Antweiler
Di 12 - 13 Uhr
(Bitte bis einen Tag vorher in die Liste an seiner Tür eintragen oder per e-mail an [Email protection active, please enable JavaScript.] anmelden.) 

Berthold Damshäuser

während der vorlesungsfreien Zeit:

31. Juli 14 Uhr

28. August  13 Uhr

11. September 13 Uhr   


Phuong Le Trong
Termin nach Vereinbarung

Dr. Oliver Pye
Mo 13-14 Uhr

Christa Saloh-Foerster
Termin nach Vereinbarung

Trang Dai Vu
Termin nach Vereinbarung

Frank Seemann
Termin nach Vereinbarung

Dr. Kieu-Phuong Ha

Termin nach Vereinbarung

 

 
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Forschungsprojekte

Dr. Oliver Pye

Die Entstehung sozialer Bewegungen im Kontext von Prekarisierung und Transnationalität in Südostasien

DFG Forschungsprojekt. Dauer 2009-2012

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt untersucht in einer vergleichenden Analyse die Entstehung neuer sozialer Bewegungen in Südostasien unter den gegenwärtigen Formen gesellschaftlichen Umbruchs, die insbesondere durch a) Prekarisierung und b) Transnationalisierung charakterisiert sind. Im Zentrum des Forschungsvorhabens stehen drei prozessorientierte qualitative Studien transnationaler sozialer Bewegungen:

  1. von burmesischen Textilarbeiterinnen im Nordwesten Thailands
  2. von indonesischen Migrant/innen in der Palmölindustrie in Malaysia
  3. von prekarisierten transnationalen Mittelschichten in den Philippinen

In einer empirischen Längsschnittuntersuchung über drei Jahre sollen biographische Interviews mit nachgelagerten problemzentrierten Interviews und Gruppendiskussionen kombiniert werden. Über einen Vergleich der drei Fallbeispiele, die in ihrer Unterschiedlichkeit wichtige generelle Tendenzen sozialer Umbrüche in Südostasien repräsentieren, sollen Rückkopplungsmechanismen zwischen Migration, sozialem Umbruch, Individualisierung und Prekarisierung sowie der Entstehung sozialer Bewegungen identifiziert werden.

Welche Formen sozialer, politischer und sozialpsychologischer Verunsicherung (Prekarisierung) prägen die Lebens- und Arbeitsweise der „Transmigrant/innen“? Wie wirken sich neue transnationale Lebensrealitäten auf Bewusstsein (duale Identitäten), Überlebensstrategien, Alltagswiderstand und Organisierungsversuche aus? Wird durch die Prekarität gesellschaftliches und politisches Handeln erschwert bzw. unmöglich gemacht? Inwieweit verbleibt Protest in individuellen Akten, wo und wie kommt es zu (verbreiteten) Subsistenzmobilisierungen und schließlich unter welchen Bedingungen zu kollektiven Organisierungsversuchen?

 

Berthold Damshäuser, (OstR.-i.H.) M.A.

Seri Puisi Jerman

Reihe deutschsprachiger Lyrik in indonesischer Übersetzung, seit 2003, herausgegeben von Berthold Damshäuser und Agus R. Sarjono. (Bislang sind fünf Bände erschienen, und zwar mit Lyrik von Rainer Maria Rilke, Bertolt Brecht, Paul Celan, Johann Wolfgang von Goethe und Hans Magnus Enzensberger.)

Laufendes Projekt: Übertragung von Gedichten Friedrich Nietzsches ins Indonesische (Agus R. Sarjono und Berthold Damshäuser)

Partner: Goethe-Institut Jakarta und Deutsche Botschaft Jakarta (im Rahmen der Aktivitäten der Deutsch-Indonesischen Kommission für Sprache und Literatur); Literaturzeitschrift Horison, Jakarta; Agus R. Sarjono (indonesischer Schriftsteller und Übersetzer).

Anthologie moderner indonesischer Lyrik in deutscher Übersetzung.

Laufendes Projekt.

Partner: Staatliches Indonesisches Institut für Sprache (Pusat Bahasa); Agus R. Sarjono (indonesischer Schriftsteller).

 

Simone Christ M.A.

International Labour Migration as a Way of Life in the Philippines

Dissertationsprojekt

Die Philippinen gelten als Prototyp eines Arbeitskräfte exportierenden Staates, da die philippinische Regierung seit 1974 systematisch Arbeitskräfte entsendet, die temporär zumeist in Ostasien und dem Mittleren Osten arbeiten. Heute lebt und arbeitet etwa 10% der Bevölkerung im Ausland. Die Migranten sind mit ihren Rücküberweisungen, die ca. 12% des BIP betragen, eine wichtige Stütze der philippinischen Wirtschaft. Über eine Million Filipinos verlassen jährlich mit der Hoffnung auf ein besseres Leben das Land und damit auch ihre Familien – denn das System der temporären Kontraktarbeit sieht die Mitnahme von Familienmitgliedern nicht vor.

Studien, die sich für die Auswirkungen von Migration auf die Herkunftsgesellschaften interessieren, sind auf die Analyse von Rücküberweisungen und deren Beitrag zur Entwicklung beschränkt. In meinem Dissertationsprojekt lege ich stattdessen den Fokus auf die sozialen und kulturellen Auswirkungen und dem damit verbundenen sozialen Wandel, welche durch diese enorme und andauernde internationale Arbeitsmigration angestoßen wurde. Die staatlich geförderte Arbeitsmigration ist inzwischen im kulturellen System so verankert, dass internationale Migration heute Normalbestandteil von Biographien und sozial akzeptierte Lebensstrategie ist. Meine These lautet, dass internationale Arbeitsmigration ist selbst zu einer Lebensform (way of life) geworden ist. Mit einer ethnologischen Perspektive möchte ich darstellen, wie Migration heute sämtliche Lebensbereiche durchdringt, und diese holistisch und systemisch verknüpfen. Mit welchen Bedeutungen ist Migration auf den Philippinen verbunden? Welche Auswirkungen hat Migration auf Konzepte von Familienleben und Geschlechterverhältnisse? Inwiefern führt Migration zur Entstehung von Mittelklassen und sozialer Mobilität? Wie erleben Rückkehrer ihre häufig nur temporäre Heimkehr? Auf theoretischer Ebene ist  die Weiterentwicklung des Ansatzes der „Culture of Migration“ mein Ziel.

 

 

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