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Adresse

Universität Bonn 
Institut für Orient- und Asienwissenschaften, 
Abt. für Japanologie und Koreanistik

Brühler Straße 7 
D-53119 Bonn

Nassestr. 2
D-53113 Bonn 

Tel.: 0228-73 7223
Fax: 0228-73 5054
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Geschäftszimmer Brühler Straße 7:
Mo-Do 9-14:30 Uhr

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Mo-Do 8-12:00 Uhr

 
 
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  • Mo-Fr, 9:00-18:00 Uhr

 

    Sprechstunden
     
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    Prof. em. Dr. Dr. h.c. Josef Kreiner

    Lebenslauf


    geb. 15.03.1940 in Wien, Staatsbürgerschaft Österreich
    verheiratet seit 1971 mit Hiromi Furushô-Kreiner, eine Tochter Tomoe (verh. Steineck)
    1958-64
    Studium der Völkerkunde, Japanologie und Urgeschichte an den Universitäten Wien und Tôkyô
    1964
    Promotion zum Dr. phil., Universität Wien
    1964-68
    Assistent und Lektor am Institut für Japanologie der Universität Wien
    1968
    Habilitation im Fach "Japanologie", Universität Wien
    1969-71
    Hochschuldozent an der Universität Bonn
    1970
    Umhabilitation an die Universität Bonn
    1971-77
    o. Professor für Japanologie, Universität Wien, Vorstand des Instituts für Japanologie
    1975-76, 1976-79
    Präsident der European Association of Japanese Studies (EAJS)
    1977-2008
    Professor für Japanologie, Universität Bonn, Direktor (1977-1988) am Japanologischen Seminar
    1981-1988
    Direktor, Seminar für Orientalische Sprachen, Universität Bonn
    1987
    Ruf an das National Museum of Ethnology, Osaka (abgelehnt)
    1988-96
    Gründungsdirektor, Deutsches Institut für Japanstudien der Philipp-Franz-von-Siebold-Stiftung (BMBF), Tôkyô
    1996
    Rückkehr als Professor für Japanologie an die Universität Bonn, Direktor, Japanologisches Seminar
    1997
    Ruf an die Universität Tübingen (abgelehnt)
    1997
    Einrichtung der Forschungsstelle Modernes Japan als Zentrum der Philosophischen Fakultät
    2005-2013
    Special Advisor des Präsidenten der Hôsei Universität Tokyo mit dem Titel eines Tokunin-kyôju / Special Appointed Professor
    2008

    Emeritierung an der Universität Bonn

    2013-
    2015- 




    Visiting Fellow, Institute for International Japanese Studies, Hôsei University
    Visiting Scholar, Tokyo National Museum


    Zahlreiche Feldforschungen zu Fragen von Religion und Gesellschaft auf Dorfebene mit Schwerpunkt Südwest-Japan und Ryûkyû-Inseln: Amami (1962, 1963), Tokara (1963), Okinawa (1963), Hateruma (1963, 1973), Ôsumi Halbinsel (1963), Satsuma (1976), Aso (1968/69), Uwajima (1979), Wakasa (1963, 1965/66), Nara (1966), Akita (1963).
    Arbeiten zu den historischen Kontakten zwischen Japan und Europa, insbesondere dem deutschsprachigen Raum.
    Aufnahmen von Sammlungen der Ainu-Kultur und von Okinawa in europäischen Museen (DFG-Projekt), sowie von Japan-Sammlungen insgesamt in Europa (Toyota Foundation).

    Publikationen (Herausgabe bzw. Co-Autor) in deutscher, englischer und japanischer Sprache, in den letzten Jahren erschienen:

    • Ryûkyû in World History. Bonn: Bier'sche Verlagsanstalt, 2001.
    • Der russisch-japanische Krieg 1904/05. Bonn: Bonn University Press, 2005.
    • Japanese Collections in European Museums I-V.(Band IV Buddhist Art, gem. mit Raji und Tomoe Steineck). Bonn: Bier'sche Verlagsanstalt, 2005-2016.
    • Kleine Geschichte Japans. (Co-Autoren: Verena Blümmel, Detlev Taranczewski, Günther Distelrath, Christian Oberländer, Regine Matthias, Axel Klein), Stuttgart: Reclam, 2011.
    • Masao Oka: Kulturschichten in Alt-Japan. Bonn: Bier'sche Verlagsanstalt, 2012.
    • Sekai no Okinawa-gaku. Tokyo: Fuyo-shoten, 2012.
    • Kindai Nihon no ishiki no seiritsu - minzokugaku, minzokugaku no kôken. Tokyo: Tokyo-do, 2012.
    • Nihon minzokugaku no sensen, sengo - Oka Masao to minzokugaku no kusawake. Tokyo: Tokyo-do, 2013.
    • Nihon to wa nanika. Nihon minzokugaku no 20 seiki. Tokyo: Tokyo-dô, 2014.
    • Origins of Oka Masao´s Anthropological Scholarship (Herausgegegen gemeinsam mit Ishikawa Hideshi, Sasaki Kenichi und Yoshimura Takehiko). Bonn: Bier´sche Verlagsanstalt, 2016.
    • Kakeroma Shôwa 37/1962. Kagoshima: Setouchi-chô, Nampô-shoten, 2017. 
    • Siehe auch Hans-Dieter Ölschleger (Hg.): Theories and methods in Japanese Studies: current state and future developments; papers in honor of Josef Kreiner. Bonn: Bonn Univ. Press, 2008.
     

    Auszeichnungen


    1980
    Korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
    1987
    Special Price der Japan Foundation
    1991
    Mitglied der Akademia Europaea
    1995
    Higa Shunchô-Preis der Gesellschaft für Kulturforschung Okinawa
    1996
    Yamagata Bantô-Preis der Präfektur Ôsaka
    1996
    Culture Award, The Okinawa Times
    1996
    Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
    1997
    Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse der Republik Österreich
    1997
    Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften
    1998

    2003

    Verleihung der Ehrendoktorwürde von School of Social Sciences, Kwansei Gakuin University
    Japan Foundation Award
    2005
    Eugen und Ilse Seibold-Preis der DFG für die Förderung des gegenseitigen Kulturverständnisses Deutschland-Japan
    2006
    Orden der "Aufgehenden Sonne am Halsband, Goldene Strahlen"
    2008

    2017

    Wahl zum Honorary Member der European Association of Japanese Studies (EAJS)
    Nankai Bunkashô, Amami

    Zur Forschung

    Aufbauend auf den Ergebnissen der traditionell eher philologisch/kulturwissenschaftlich bzw. historisch ausgerichteten Japanologie habe ich mich seit etwa 30 Jahren vor allem um eine Stärkung des sozialwissenschaftlichen Ansatzes in der Japanforschung bemüht, nicht zuletzt unter dem Gesichtspunkt der Bedeutung Japans in der gegenwärtigen Welt. Dies hat zunächst zu einer intensiven Zusammenarbeit auf europäischer Ebene in der von mir mitbegründeten European Association of Japan Studies EAJS (Präsidentschaft 1975-1979) geführt, vor allem aber zu engen fachlichen Kontakten zu Japan. Diese waren äußerst hilfreich bei der Gründung und beim Ausbau des Deutschen Instituts für Japanstudien (DIJ) der Philipp-Franz-von-Siebold-Stiftung, BMBF (Gründungsdirektor 1988 – 1996).

    Seit den in Japan verbrachten Jahren arbeite ich vor allem auf dem Gebiet der Deutschland und Japan in gleicher Weise bedrückenden Probleme: die Überalterung der Gesellschaft, verbunden mit Fragen der Altersversorgung (Rentensystem), der Altenpflege (Pflegeversicherung) und der Wissenschaftsethik; „Reformstau“ in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, Reaktion auf eine sich grundlegend verändernde internationale Lage (Frage eines Sitzes im UN-Sicherheitsrat, Beteilungen an UN-Unternehmen etc.), Überwindung der wirtschaftlichen Stagnation und Neustrukturierung der Universitäts- und Forschungsorganisation. Zur Bearbeitung dieser Fragen, die meiner Meinung nach vor allem in engerer Zusammenarbeit zwischen Japan und Deutschland einer Lösung näher gebracht werden können, ist 1991 die Forschungsstelle Modernes Japan an der Universität Bonn eingerichtet worden. Diese war konkret an der Arbeit einer DFG Forschergruppe „Kulturübergreifende Bioethik“ (Teilprojekt: „Bioethische Konflikte und das Bild des Menschen in Japan“) beteiligt.

    Neben diesen Arbeiten darf jedoch die Verbesserung des Verständnisses von Japan in Europa nicht vergessen werden. Dazu tragen meiner Überzeugung nach Museen und deren Sammlungen ganz erheblich teil. Im Rahmen dieser Bemühungen war ich als Gastkurator der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn 2003 am Zustandekommen der Ausstellung „Japans Schönheit – Japans Seele. Meisterwerke aus dem Tokyo National Museum“ (100.000 Besucher) beteiligt und habe in deren Rahmen erstmals auf gesamteuropäischer Ebene ein Symposium zu „Japanese Collections in Europe“ veranstaltet. Der Ergebnisband umfasst Beschreibungen der Japansammlungen von mehr als 100 Museen und gewährt Einblick in das Entstehen des europäischen Japanbildes.

    Ab 2005 leitete ich an der Hôsei-Universität, Tokyo zwei vom japanischen Kultusministerium geförderte mehrjährige Projekte. Eines betrifft die Aufnahme buddhistischer Kunst aus Japan in europäischen Museen und Sammlungen in Zusammenarbeit mit der Japanologie Zürich und wird derzeit vom Direktor des Nationalmuseums Kyûshû, Shimatani Hiroyuki weitergeführt (s. Datenbank "Japans Buddhist Art in European Collections" (http://aterui.i.hosei.ac.jp:index.html.). Das zweite behandelte die Rolle von Volks- und Völkerkunde im Rahmen der japanischen Identitätsfindung in Neuzeit und Gegenwart.

    Gegenwärtig beschäftige ich mich mit der Forschungsgeschichte der Volks- und Völkerkunde in Japan (speziell Yanagita Kunio und Oka Masao) während des 20. Jahrhunderts und der Aufbereitung meiner Amami-Studien. 

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