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Adresse

Universität Bonn 
Institut für Orient- und Asienwissenschaften, 
Abt. für Japanologie und Koreanistik

Brühler Straße 7 
D-53119 Bonn

Nassestr. 2
D-53113 Bonn 

Tel.: 0228-73 7223
Fax: 0228-73 5054
E-mail: [Email protection active, please enable JavaScript.]

Öffnungszeiten

Geschäftszimmer Brühler Straße 7:
Mo-Do 9-14:30 Uhr

Geschäftszimmer Nassestr. 2:
Mo-Do 8-12:00 Uhr

 
 
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Fachgeschichte

  

Siebold

Philipp Franz von Siebold 

(1796 - 1866)

1853-59 wohnhaft in Bonn, Haus Nr. 972 am Belderberg (seit 1870: Giergasse 30) in der Nähe der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität (das Wohnhaus wurde im Zweiten Weltkrieg zusammen mit großen Teilen der Bonner Innenstadt zerstört); Angebot des weltweit ersten Lehrstuhls für Japanologie, Siebold lehnte jedoch ab und arbeitete stattdessen an seinen Hauptwerken Nippon und Flora Japonica. Am Alten Zoll direkt vor dem Universitätshauptgebäude, dem ehemaligen kurfürstlichen Schloss, in der Nähe des Rheins pflegte Siebold zu Studienzwecken seinen eigenen botanischen Garten. 

Weiterführende Literatur:

  • Kure Shūzō, Philipp Franz von Siebold. Leben und Werk. Deutsche, wesentlich vermehrte und ergänzte Ausgabe, bearbeitet von Friedrich M. Trautz. Herausgegeben von Hartmut Walravens. München: Iudicium, 1996. (Monographien aus dem Deutschen Institut für Japanstudien, Bd. 17/1 und 17/2) http://www.iudicium.de/katalog/497-2.htm

 

 

 

Rein

Johannes Justus Rein

(1835 - 1918)

Bonn: 1883 - 1918

1883-1910 Professor für Geographie in Bonn; ausgedehnte Japan-Expedition 1873-75; 1876 Ordinarius für Geographie in Marburg, 1883 Berufung nach Bonn; Hauptwerk: Japan nach Reisen und Studien im Auftrage der Königlich Preussischen Regierung dargestellt (Erster Band Natur und Volk des Mikadoreiches, 1881; Zweiter Band Land- und Forstwirtschaft, Industrie und Handel, 1886); 1910 Emeritierung; verst. in Bonn. 

Grabstein Rein

Grabstein von J. J. Rein und seiner Frau Elisabeth auf dem Neuen Friedhof Kessenich (Bergfriedhof) in Bonn (Foto: H. Meyer) 

Weiterführende Literatur: 

  • Harald Meyer, „Ein Pionier der OAG: Johannes Justus Reins Japanexpedition von 1874/75.“ OAG NOTIZEN, 3/2002: 8-16. 
  • Matthias Koch / Sebastian Conrad (Hg.), Johannes Justus Rein. Briefe eines deutschen Geographen aus Japan 1873–1875. ドイツ地理学者ヨハネス・ユストゥス・ライン 日本からの手紙1873-1875年 München: Iudicium, 2006, 423 S. http://www.iudicium.de/katalog/851-x.htm

 

 

 

Kressler

Oscar Kressler

(1876 - 1970) 
Bonn: 1929 - 1950 

Geb. in Konstanz (Baden), 1904 Promotion zum Dr. phil. an der Univ. Straßburg, 1908 Staatsexamen für den höheren Schuldienst ebenda; 1908-23 Lektor für Deutsch und Latein an der 7. Oberschule (Daishichi kōtōgakkō Zōshikan) in Kagoshima, 1923-26 Lektor an der Oberschule in Urawa, 1924-29 Lektor für Altgriechisch und Deutsch an den Universitäten Tōkyō und Hōsei; ab Wintersemester 1929/30 Japanisch-Lektor am Orientalischen Seminar (damals in der Poppelsdorfer Allee 25) der Universität Bonn, an dem eine Japan-Abteilung eingerichtet wurde; im Februar 1932 Habilitation für das Fach Japanologie, 1933 Lehrauftrag (ca. 10 Studenten); 1939 Ernennung zum nicht-beamteten ao. Prof., noch im selben Jahr zum apl. Prof.; 1944 wurde der Antrag der Phil. Fakultät auf ein planmäßiges Extraordinariat für Japanologie abgelehnt, Kressler führte das Fach weiter bis zu seiner Pensionierung 1949, im darauffolgenden Jahr verließ er Bonn; verst. in Hongkong im Alter von fast 94 Jahren. 

Weiterführende Literatur:

  • Harald Meyer, „Von Konstanz nach Kagoshima: Eine historische Bildreportage zu Oscar Kressler (1876-1970) und den Anfängen der Bonner Japanologie.“ OAG NOTIZEN, 10/2013: 22-34. 

 

 

 

Karow

Otto Karow

(1913 - 1996)
Bonn: 1947 - 1959

Geb. in Magdeburg, 1932/33 Studium der Theologie, 1934-36 der Japanologie in Berlin; 1935 Dolmetscherdiplom, Korrespondent in Japan, 1941-45 Lektor in Takamatsu; 1947 Lektor für Japanisch in Bonn; 1948 Promotion bei Kressler; 1951 Habilitation in Bonn; 1954 Diätendozent; 1960 Berufung zum Ordinarius in Frankfurt.
 

 

 

Trautz 

Friedrich M. Trautz

(1877 - 1952)

Geb. in Karlsruhe, Offizierslaufbahn, 1909/10 Beurlaubung zwecks "Weltreise", die ihn auch nach Japan führte; 1921 Dr. phil. Berlin (Japanologie), 1921-26 wiss. Assistent im Museum für Völkerkunde, 1926-30 Leiter Japan-Institut Berlin, 1927 Habilitation in Japanologie (Berlin), 1930-38 Japan, 1934-38 deutscher Leiter des Japanisch-Deutschen Forschungsinstituts in Kyōto. 1938 Rückkehr nach Deutschland, bis zu seinem Tod Japanstudien als Privatgelehrter in Karlsruhe. 

1959/60 Übernahme seines Nachlasses, einer Sammlung von antiken Büchern, alten Schriften und Drucken der Edo- und Meiji-Zeit sowie von äußerst zahlreichen historischen Photoabzügen, Glaspositiven, Postkarten und Korrespondenzen, durch das Orientalische Seminar der Universität Bonn (sog. Trautz-Sammlung der Bonner Japanologie). http://www.ioa.uni-bonn.de/abteilungen/japanologie-und-koreanistik/forschung/trautz-archiv

Weiterführende Literatur: 

  • Hartmut Walravens, "Friedrich Maximilian Trautz (1877–1952). Eine Bibliographie zu Leben und Werk." BOAJ, 1980, 286–311. 
  • Harald Meyer, „Geschichtsbilder im wahrsten Sinne des Wortes: Historische Photographien aus dem Nachlass des Japan- und Siebold-Forschers Friedrich M. Trautz (1877-1952)“. In: Siebold-Wissenschaftsstiftung (Hrsg.), Geschichte und Geschichtsbilder in den Beziehungen Japan–Europa. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2013, 73-80.
  • Harald Meyer, „Das Trautz-Archiv der Bonner Japanologie. Entstehung, Objekte und neu gestaltete Archivierung.“ ORIENTIERUNGEN, Zeitschrift zur Kultur Asiens, 1/2014 (26. Jg., Nr. 1): 3-20.  

 

 

 

Zachert

Herbert Zachert

(1908 - 1979)

Bonn: 1960 - 1979

Geb. in Berlin, Studium der Ostasienwissenschaften in Berlin, Hamburg (1930-32), 1933-41 Lektor an der Oberschule Matsumoto (Matsumoto kōtōgakkō), 1941-45 deutscher Leiter Kulturinstitut Tōkyō, 1949-60 Professor Humboldt-Universität, ab 1960 Honorarprofessor für Japanologie am Orientalischen Seminar der Universität Bonn, in Personalunion mit seiner Professur am 1959 neu errichteten, zunächst vom Bund getragenen Seminar für orientalische Sprachen (SOS, ehemals Berlin, nunmehr an der Coblenzer Straße, ab 1967 umbenannt in Adenauerallee, Bonn [Hausnr. 102]); 1966 Ordinarius für Japanologie, Direktor des neu gegründeten Japanologischen Seminars, das unabhängig vom Orientalischen Seminar wird. 1969: Verleihung des japanischen Ordens vom "Heiligen Schatz" 3. Klasse. 1977 Emeritierung und im selben Jahr Verleihung des "Order of Civil Merit" der Republik Korea als Würdigung von Zacherts Einsatz für die Einführung des Koreanischen am Seminar für Orientalische Sprachen. 

Weiterführende Literatur: 

  • Harald Meyer (Hg.), Vorlesungsmanuskripte und Übersetzungen zur vormodernen Literatur Japans von Herbert Zachert (1908-1979). München: Iudicium, 2012. OAG-Taschenbuch Nr. 95, 158 S. http://www.iudicium.de/katalog/86205-107.htm

 

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